Immobilienverkauf Schritt für Schritt: Die Phasen von der Akquise bis zum Notartermin

Der Weg vom ersten Eigentümerkontakt bis zur Vertragsunterzeichnung beim Notar – die typischen Phasen eines professionellen Immobilienverkaufs im Überblick.

Ein Immobilienverkauf ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein Prozess mit mehreren klar abgrenzbaren Phasen. Wer diese Phasen kennt, kann Ressourcen gezielt einsetzen, Interessenten zum richtigen Zeitpunkt ansprechen und vermeiden, dass Deals an Stellen scheitern, an denen gute Vorbereitung den Unterschied macht.

Phase 1: Objektakquise

Der Verkaufsprozess beginnt, bevor ein Objekt überhaupt am Markt ist. Makler gewinnen Mandate durch Empfehlungen, Direktansprache, Netzwerkpflege oder digitale Leads. In dieser Phase ist das Ziel: das Vertrauen des Eigentümers gewinnen und den Alleinvermarktungsauftrag sichern. Wie das Erstgespräch mit dem Eigentümer strukturiert geführt wird, erklärt der Artikel Das Erstgespräch mit dem Eigentümer: Wie Makler den Grundstein für ein Mandat legen.

Phase 2: Bewertung und Aufbereitung

Nach der Auftragserteilung folgt die Objektbewertung. Der Marktwert wird ermittelt, Unterlagen werden zusammengestellt (Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne) und das Objekt wird für die Vermarktung vorbereitet. In dieser Phase entscheidet die Sorgfalt über die Qualität aller folgenden Schritte. Welche Unterlagen wann vorliegen müssen und wie deal-gebundene Dokumentenablage funktioniert, erklärt der Artikel Dokumentenmanagement am Immobiliendeal: Was wann vorliegen muss.

Phase 3: Exposé-Erstellung und Portalveröffentlichung

Das Exposé ist das erste Dokument, das Kaufinteressenten zu sehen bekommen. Qualität und Vollständigkeit der Objektdaten, Bildauswahl und Beschreibungstext entscheiden über die Anfragerate. Nach der Freigabe durch den Eigentümer wird das Inserat auf den relevanten Portalen veröffentlicht. Typische Fehler in dieser Phase und wie man sie vermeidet, zeigt der Artikel Typische Fehler im Immobilien-Exposé.

Phase 4: Interessentenmanagement

Mit den ersten Anfragen beginnt das aktive Interessentenmanagement. Anfragen müssen schnell beantwortet, Interessenten qualifiziert und Besichtigungstermine koordiniert werden. Wie Makler Kaufinteressenten systematisch nach Kaufreife einteilen und ihre Aufmerksamkeit gezielt einsetzen, erklärt der Artikel Kaufinteressenten qualifizieren und priorisieren: So arbeiten Makler effizienter. Hier zahlt sich eine strukturierte Pipeline aus: Wer den Überblick behält, kann Prioritäten setzen und Follow-ups rechtzeitig planen. Wie eine Vermarktungspipeline dabei konkret hilft, erklärt der Artikel Was ist eine Vermarktungspipeline – und warum brauchen Makler sie?. Parallel dazu sollte der Eigentümer regelmäßig über den Stand informiert werden – wie das strukturiert funktioniert, erklärt der Artikel Reporting an Eigentümer: Wie Makler strukturiert über den Vermarktungsstand informieren.

Phase 5: Besichtigungen

Besichtigungen sind der erste persönliche Kontakt zwischen Makler, Objekt und Interessent. Vorbereitung, Präsentation und die Fähigkeit, auf Einwände einzugehen, sind entscheidend. Wie Makler Besichtigungen strukturiert vorbereiten und durchführen, zeigt der Artikel Immobilien-Besichtigung: Vorbereitung, Ablauf und häufige Fehler. Nach der Besichtigung beginnt das Follow-up – idealerweise innerhalb von 24 Stunden. Wann und wie Makler am besten nachfassen, zeigt der Artikel Follow-up-Strategien für Makler: Wann und wie richtig nachfassen?.

Phase 6: Kaufpreisverhandlung

Interessenten, die nach der Besichtigung ernsthaftes Kaufinteresse zeigen, treten in die Verhandlungsphase ein. Hier werden Kaufpreis, Übergabetermin und Konditionen besprochen. Eine gute Datengrundlage – Marktvergleiche, Bewertungsunterlagen – stärkt die Verhandlungsposition des Maklers und des Eigentümers.

Phase 7: Notartermin und Abschluss

Der Kaufvertrag wird beim Notar beurkundet. Der Makler begleitet diesen Schritt, koordiniert die Unterlagen und stellt sicher, dass alle Parteien vorbereitet sind. Mit der Unterzeichnung ist der Deal abgeschlossen – und sollte als solcher in der Pipeline markiert werden.

Häufige Fragen

Welche Phasen hat ein typischer Immobilienverkauf?

Ein typischer Immobilienverkauf durchläuft: Objektakquise, Bewertung, Exposé-Erstellung, Portalveröffentlichung, Interessentenmanagement, Besichtigungen, Kaufpreisverhandlung und Notartermin.

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf durchschnittlich?

Die Dauer hängt stark von Objekt, Lage und Marktlage ab. In gefragten Lagen sind es wenige Wochen, in schwächeren Märkten mehrere Monate. Eine gut strukturierte Pipeline und schnelle Reaktionszeiten verkürzen die Vermarktungszeit in der Regel.

Was ist die kritischste Phase im Immobilienverkauf?

Die Angebotsphase nach der Besichtigung gilt als kritisch: Interessenten sind noch ungebunden, und ohne schnelles, gut vorbereitetes Nachfassen springen viele ab. Strukturiertes Follow-up ist hier entscheidend.

Haeufige Fragen

Welche Phasen hat ein typischer Immobilienverkauf?
Ein typischer Immobilienverkauf durchläuft: Objektakquise, Bewertung, Exposé-Erstellung, Portalveröffentlichung, Interessentenmanagement, Besichtigungen, Kaufpreisverhandlung und Notartermin.
Wie lange dauert ein Immobilienverkauf durchschnittlich?
Die Dauer hängt stark von Objekt, Lage und Marktlage ab. In gefragten Lagen sind es wenige Wochen, in schwächeren Märkten mehrere Monate. Eine gut strukturierte Pipeline und schnelle Reaktionszeiten verkürzen die Vermarktungszeit in der Regel.
Was ist die kritischste Phase im Immobilienverkauf?
Die Angebotsphase nach der Besichtigung gilt als kritisch: Interessenten sind noch ungebunden, und ohne schnelles, gut vorbereitetes Nachfassen springen viele ab. Strukturiertes Follow-up ist hier entscheidend.

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Ein Artikel aus dem Empro Ratgeber.